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Mai
03/10
Venezianische Spachteltechnik Stucco Marmor Anleitung im Badezimmer

Vorlesen lassen….Spachteltechnik by malertv_de

Schmuckspachteln ist eine der hochwertigsten Malerarbeiten. Bei richtiger Ausführung ergibt die Spachteltechnik eine edle und faszinierende Oberfläche ähnlich wie Marmor mit extrem hohen Glanzgrad und Aal glattenWänden. Diese Technik ist sehr Kostenintensiv und zudem sehr aufwendig in den Vorarbeiten.
Bei dieser Spachteltechnik wird mit einem Federspachtel, Venezianischen Glättkelle oder auch einen Japan Spachtel eine feine Spachtelmasse aufgetragen.
Bei dieser Technik kommt es darauf an das man in die Fläche hineinarbeitet anstatt sie wie beim normalen “Glatt Spachteln mit einer normalen Spachtelmasse” zu vergrößern. Man kann auch erst die Wand “fleckweise” Spachteln und beim 2. Gang die nicht befleckten stellen zu spachteln.
Kurz und bündig:
Vorbehandlung und Grundierung – mit flüssigem Haftgrund bzw. Tiefgrund
Untergrund muss glatt sein – Schleifmittel für Feinschliff
Vorspachteln ein bis zweimal, Fleckspachtelmethode – Japanspachtel, Venezianische Glättkelle, oder besser noch Doppelblatt Federspachtel mit gerundeten Ecken
Fläche in dichten Flecken spachteln, Spachtelgrate stehen lassen
Kurze Spachtelschläge mit variierender Winkelhaltung
Lücken schließen
Glätten nicht schaben
gleichmäßige Struktur ezielen, ruhig mal die Wand von weiter weg betrachten
Wachsen 2 mal kreuzweise auftragen – Wachspolitur
Der Glanz entsteht vom “verpressen” d.H. durch Druck vom Spachtel selbst, der Glanz kann durch einer Wachspolitur zusätzlich noch gesteigert werden.
Polieren mit einer Rundschleifmaschine, bzw. Lammfell – bringt Hochglanz und extreme Tiefenwirkung.
Das durcheinander und übereinander der Spachtelschläge bleibt dann zu sehen.
Bei dieser Technik wird oft angenommen das keine Spachtelgrate stehen bleiben dürfen, dies ist jedoch nicht der Fall sondern eher gewünscht! Natürlich sollten hier keine riesen Kanten stehen gelassen werden, dennoch ergeben die Sapchtelgrate nachher einen schönen Effekt.
Ich beschreibe mal in einer kleinen Anleitung wie wir dieses Badezimmer mit Stucco De Luce von Caparol verschönert haben.
Werkzeuge:
Kleine Venezianische Glättkelle mit abgerundeten Ecken oder besser
Edel stahl-Ziehspachtel (Doppelblatt-Federspachtel)
Stilspachtel
Japanspachtel, (wenn benötigt -> bitte ordentliche, denn nichts ist schlimmer als grauen Metallabrieb auf einer Hell Grauen Spachteltechnik zu haben.)
eventuell Kunstoffspachtel
alle Rostfrei!
Anmerkung: Falls neues Werkzeug genommen wird- Spachtel unbedingt vorher mit Naßschleifpapier (Körnung 400–600) einschleifen.
Sauberer Eimer (für Material)
Sauberer Eimer für Wasser + Schwamm
Trockenes Tuch zum Trocknen der Kelle
Tipp: Original Eimer stets wieder mit dem Deckel verschließen, am besten ein Stück Folie über die Spachtelmasse legen, damit beim öffnen kein Dreck vom Deckel in die Spachtelmasse fliegt. Zudem auch den Eimerrand stets Materialfrei halten.


Vorarbeit:
Diese 70èr Jahre Fliesen sollen nun gegen eine Venizianische Spachteltechnik getauscht werden.
Alle Seifenreste, Silikonabdichtungen und sonstige Fette und Schlieren müssen entfernt werden. Hierzu nahmen wir von der Firma Geiger Chemie den Anlauger in Pulverform (Das Blaue 1 Liter Wasser = 1 Paket reicht für 10 bis 15 m2.) Dieser Anlauger ist noch intensiver als Salmiakgeist, Glaspapier und eine Schleifmaschine, zudem völlig Geruchslos.
Zur Anwendung vom Geiger Anlauger: Zur gründlichen Untergrund-Vorbehandlung stark
verschmutzter Decken und Wände durch Nikotin und fetten Ruß;
besonders durch Schwefeldioxyd und Heizöl verschmutzte
Außenfassaden müssen gründlich gereinigt werden.
Macht alle alten Untergründe (Kunstharzlackierungen, Öllacke,
Ölfarben, Binder, Dispersionsfarben) durch Oberflächenverseifung
sauber, griffig, matt und tragfähig für den Neuanstrich.
S-E-1 Anlauger ist auch geeignet zum Entfernen von Wachs auf
Wandflächen und kann auch in Airless-Geräten eingesetzt werden.
Ein besonderes Isolieren erübrigt sich. Die Deckfähigkeit der Farbe
ist voll gegeben.
Vorteile:
Der völlig geruchlose Anlauger S-E-1 lässt sich einfach
verarbeiten – mühevolles Anschleifen entfällt – ist unschädlich für
Fußböden aller Art. Für sämtliche Kunststoffböden ist S-E-1
Anlauger als starkes Schmutzlösungsmittel hervorragend
geeignet. Keine Verätzungsgefahr gegenüber Haut und Glas.
1 Liter Lösung reicht für ca. 10 bis 15 m2. Der m2-Preis ist also
so niedrig, dass Sie billiger und rationeller nicht mehr arbeiten
können.
Verabeitung:
Verarbeitung: 100 g S-E-1 Anlauger in 1 Liter Wasser auflösen
und auf die zu behandelnde Fläche mit Schwamm oder Pinsel
auftragen. Nach einer Einwirkzeit von ca. 10 Minuten mit viel
klarem Wasser nachwaschen.
Beim Entfernen von Wachs auf Wandflächen S-E-1 Anlauger
in heißem Wasser auflösen und mit Vlies auftragen, einziehen
lassen und mit klarem, heißen Wasser gründlich nachwaschen.
Nach dem entfetten der Wände bzw. Fliesen, konnten wir den ersten Spachtelgang mit Ardex R1 auftragen.
Vorteil vom R1 ist auch die rasche Trocknung, sodass wir gleich einen zweiten Spachtelgang hinterher legen konnten.
Nun kommt die wichtigste Arbeit, die Flächen müssen ordentlich geglättet werden, keine Lunker bzw. Fehlstellen lassen, sauber an den Innenecken arbeiten und ganz besonders sauber an den Außenecken diese müssen exakt begradigt werden denn die Spachteltechnik Masse ist nur zum “verschönern” gedacht nicht aber zum Füllen von Löchern und zum begradigen einer Außenecke gedacht. Bei Außenecken ist es ratsam weisse Eckschutzschienen entweder gerundet oder Eckig zu setzen und dagegen zu arbeiten.
Zwischen den Spachtelgängen ist es ratsam die Flächen vorher von Spachtelgraten zu befreien, also Schleifen bzw. durchkratzen.
Es kommt bei dieser Technik wirklich auf die Vorarbeit an, diese muss exzellent ausgeführt werden bevor man die Flächen veredelt.
Wir haben nun 2 mal mit R1 von Ardex gespachtelt und einen Zwischenschliff durchgeführt, nun Spachteln wir nocheinmal vollflächig mit Handspachtel bzw. Akkordspachtel fein, diese fertig angerührte Spachtelmasse lässt sich wunderbar “angenehm” schleifen oder auch schön Filzen, nachteil die Trocknung dauert relativ lange. Daher unbedingt die Trocknungszeiten beachten.
Mit der Renovierungsspachtelmasse R1 von Ardex können folgende Untergründe behandelt werden:
– Beton
– Zement- und Kalkzementputze
– Gipsputze und Gipswandbauplatten
– Mauerwerk
– mineralische Reibeputze und Kunstharzputze
– Gipskartonplatten
– Gipsfaserplatten
– Fliesen- und Plattenbeläge
– waschbeständige Dispersionsanstriche
– alte Latexfarben
– Acrylatfarben
– Acryllackanstriche
– Alkydharzanstriche
– Glasfasertapete, gestrichen
Natürlich müssen die Untergründe trocken, fest, tragfähig und frei von Staub,
Schmutz und anderen Trennmitteln sein.
Alte, nicht fest haftende oder schwach gebundene
Anstriche sowie lockere Putze und Tapeten sind zu
entfernen.
Gipsgebundene Untergründe sind mit 1 : 3 mit Wasser
verdünnter ARDEX 51 Haft- und Grundierdispersion
vorzustreichen.
Acryllackanstriche, Alkydharzanstriche sowie Fliesenund
Plattenbeläge sind mit ARDEX R1 dünn vorzu -
spachteln.
Nach Trocknung der Vorspachtelung, nach ca.
30 bis 60 Minuten, erfolgt der Spachtelauftrag in gewünschter Schichtdicke.
Allgemiens zur R1 Spachtelmasse:
mit ARDURAPID-EFFEKT
Enthält Zement
Zum Glätten und Spachteln von Wand- und Deckenflächen im Renovierungs- und Neubaubereich Kombiniert die Vorteile einer Dispersionsspachtelmasse mit der raschen Trocknung eines Schnellspachtels.
Für Spachtelarbeiten gemäß Qualitätsstufen Q1–Q4*
Spannungsarm und rissefrei
Für Schichtdicken bis 10 mm
Fällt nicht bei
Leicht zu verarbeiten
Hervorragende Haftung
Glättbar auch ohne Filzen
Sehr ergiebig Weißes Pulver aus Spezialzementen und elastifizierenden Kunststoffpulvern.
Das Pulver wird mit Wasser zu einer geschmeidigen Masse angerührt, die sich leicht spachteln lässt und ca. 30 Minuten verarbeitbar ist.
Getrocknete Schichten sind spannungsarm und diffusionsoffen.
ARDEX R1 ist nicht korrosionsfördernd.
Verarbeitung:
In ein sauberes Anrührgefäß gibt man klares Wasser und mischt unter kräftigem Umrühren so viel Pulver ein, dass ein geschmeidiger, klumpenfreier, standfester Mörtel entsteht. Zum Anrühren von 25 kg ARDEX R1-Pulver
werden ca. 12,5 l Wasser benötigt. Es darf nur so viel Material angerührt werden, wie innerhalb einer halben Stunde verarbeitet werden kann. Nach einer »Reifezeit« von 1– 3 Minuten und nochmaligem
Durchrühren ist der Mörtel bei +20 °C ca. 30 Minuten lang verarbeitbar und kann sofort in der gewünschten Schichtdicke bis 10 mm aufgebracht werden.
Bereits nach ca. 40 Minuten nach dem Spachtelauftrag kann mit der Nachbearbeitung, die, je nach Saugfähigkeit des Untergrundes und Temperatur, ca. 20 – 30
Minuten möglich ist, begonnen werden.
Zum Herstellen ausreichend glatter Oberflächen für die meisten Anwendungen wird der Mörtelauftrag nach dem Anziehen mit der Glättkelle scharf abgezogen. Zur Erzielung besonders glatter Oberflächen kann danach
innerhalb der »Schwammzeit« von ca. 50 Minuten noch eine Nachglättung mit einem leicht angefeuchteten Schwamm durchgeführt werden. Auch das Filzen der Oberfläche mit anschließendem scharfem Abziehen mit der Glättkelle ist möglich.
Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Abbinde- und Nachbearbeitungszeiten.
In Zweifelsfällen Probeflächen anlegen.
ARDEX R 1 über +5 °C verarbeiten.
Nachbehandlung:
Bei Normaltemperatur (+18 °C bis 20 °C) sind auch
dickschichtige Spachtelaufträge nach 1 Tag so weit getrocknet,
dass Anstrich- und Tapezierarbeiten ausgeführt
und Kunstharzputze aufgetragen werden können.
ARDEX R1-Spachtelschichten nicht fluatieren.
Bei Fleckspachtelungen für Nachfolgearbeiten die unterschiedliche
Saugfähigkeit und Alkalität des Untergrundes
beachten.
Die Verarbeitungsempfehlungen für Anstriche, Tapeten,
Dispersionsputze und Wandbeläge sind zu beachten.
Hinweis:
Enthält Zement. Reagiert alkalisch. Deshalb Haut und
Augen schützen. Bei Kontakt gründlich mit Wasser spülen.
Bei Augenkontakt zusätzlich Arzt aufsuchen.
In abgebundenem Zustand physiologisch und ökologisch
unbedenklich.
GISCODE ZP 1= zementhaltiges Produkt, chromatarm.
Nach Durchtrocknung und darauf folgenden Filzen bzw. Schleifen ging es ans Grundieren der gespachtelten Flächen.
Zur Egalisierung des Saugvermögens und Staubbindung haben wir mit der vom Hersteller empfohlenen Grundierung CapaSol LF 2. mal grundiert. Schön mit einen Flächenstreicher bzw. Deckenbürste “einmassiert”.
Nach Durchtrocknung konnte nun der erste Caparol Stucco Deco De Luce Gang angelegt werden.
StuccoDecor DI LUCE wird vollflächig und dünn aufgespachtelt. Hierzu möglichst wenig Material auflegen.
Zusammenhängende Flächen naß-in-naß beschichten.
Nach Trocknung werden vorhandene Spachtel grate entfernt.
Die zweite Spachtelung erfolgt in der gleichen Arbeitsweise wie die erste Schicht.
Dabei wird der Glanz aus dem Material heraus angereichert.
Nach kurzer Ablüftzeit oder auch nach Trocknung wird der Ziehspachtel in flachem Winkel und mit leichtem Druck über die Fläche geführt.
Dadurch entsteht die typische, glänzende Oberfläche.
Gestaltungshinweise:
Glättetechniken mit StuccoDecor DI LUCE leben von einem faszinierenden Wechsel spiel mit Lichtreflexionen aus tieferliegenden Spachtelschichten und Spiegelungen an der Oberfläche. Ein zusätzlicher Glanzüberzug ist nicht erforderlich! Durch Polieren mit der Polierscheibe wird maximaler Spiegelglanz erreicht.
Durch Variation der Arbeitstechnik kann die Ober flächenoptik individuell gestaltet werden.
Beispiele:
venezianische Glättetechnik
marmorierte Glättetechnik
fleckartige Glättetechnik
Verbrauch
Ca. 160 – 180 ml/m2 für 2 Spachtelgänge. Exakte Verbrauchswerte durch Probe beschichtung ermitteln.
Eigenschaften von De Luce:
Apr
01/10
Außenbereich: UV Gewebeklebeband

Mit ihrer UV- und Witterungsbeständigkeit setzen die beiden innovativen Scotch Gewebeklebebänder 8979 und 5959 von 3M neue Maßstäbe.

Bis zu drei (5959)bzw. sechs (8979) Monate lang können die bis 90 °C temperaturbeständigen Gewebebänder von den meisten undurchsichtigen Oberflächen rückstandsfrei wieder entfernt werden. Der rote bzw. blaugraue, mit Gummiharz-Klebstoff und Polyethylen beschichtete Gewebeträger ist beständig gegen Verschleiß, Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse.

Beide Klebebänder sind gut abrollbar, besitzen eine hohe Zugfestigkeit und lassen sich leicht quer und längs abreißen, ohne zu verdrehen. Während sich die Variante 5959 vor allem zum Abkleben verschiedenster Untergründe, z. B. Beton, Klinker, Stein, Holz oder Kacheln, eignet, ist das Gewebeband 8979 insbesondere für den Einsatz bei glatten und empfindlichen Untergründen einsetzbar.

Weitere Informationen zum Sortiment sind im Internet unter 3m-malerprofi.de erhältlich.

Feb
04/10
Wieviel Farbe brauche ich ? Quadratmeter m2 qm Online Rechner

Der Online Farbbedarf rechner!
Sie möchten gerne wissen wieviel Farbe Sie für eine bestimmte Quadratmeterzahl zum Streichen brauchen bzw. benötigen ?
Kein Problem! Mit unserem Farbenrechner können Sie Wand für Wand den ungefähren Farbbedarf ermitteln.

Los geht`s…

Jan
27/10
Tapezieren – Rauhfaser, Vliestapete, Glasgewebe, Mustertapete

Vorlesen lassen…Tapezieren by malertv_de

Alles rund um das Tapezieren von Rauhfaser, Mustertapeten und Glasgewebe!

Um ein gutes Nahtbild zu erhalten, sollte bei allen Tapezierungen auf eine gleichmäßige Trocknung geachtet werden.  Die Raumtemperatur sollte zwischen 15 und 20° C liegen. Durchzug und starkes Heizen sind
zu vermeiden.

Prüfrichtlinien

Wandbekleidungen prüfen – vor, während und nach dem Tapezieren

Tapeten sind industriell gefertigte Produkte, die während der Fertigung mehrere Kontrollen durchlaufen.

Trotz des hohen Qualitätsstandards sind Fehler nie völlig auszuschließen. Deshalb ist eine sorgfältige Kontrolle nach dem BFSMerkblatt Nr. 7 „Prüfrichtlinien für Wandbekleidungen vor der Verarbeitung“ unerlässlich.

a) Kontrolle der Lieferung Sofern der Verarbeiter die Wandbekleidung liefert, hat er noch vor dem Öffnen der Klarsichtverpackung festzustellen, ob es sich um die bestellte Wandbekleidung handelt.

b) Kontrolle der Liefermenge Der Verarbeiter hat festzustellen, ob die gelieferte Anzahl der Rollen der Bestellung entspricht und für die Tapezierung der Wandflächen ausreicht. Ist zu wenig Ware geliefert worden, ist eine Nachbestellung mit gleicher Anfertigungsnummer aufzugeben. Sofern eine gleiche Anfertigung nicht nachgeliefert werden kann, ist die Nachlieferung getrennt zu halten und auf gesonderter Fläche zu tapezieren.

c) Vergleich und Kontrolle der Anfertigungsnummern Jede Wandbekleidung trägt grundsätzlich auf dem Beilegezettel die Anfertigungsnummer. Wandbekleidungen der gleichen Anfertigung tragen denselben Kontrollstempel mit derselben Kontrollnummer. Unterschiedliche Zahlen oder Buchstaben bedeuten, dass die Rollen nicht aus demselben Druckgang kommen. In diesem Fall besteht die Gefahr einer Farbtonabweichung.

Artikelnummer Anfertigungsnummer

d) Öffnen und Entfernen der Klarsichtverpackung Erst dann, wenn die in den Abschnitten a) bis c) empfohlenen Kontrollen durchgeführt sind und nichts zu beanstanden ist, sollte die Klarsichtverpackung beseitigt werden.

e) Seitengleichheit Es ist zu empfehlen, die Seitengleichheit zu prüfen. Dazu hält der Verarbeiter zwei Rollen, die etwa 1,50 m lang ausgerollt sind, auf Stoß aneinander. Empfehlenswerterweise und sicherer ist eine Kontrolle auf Seitengleichheit innerhalb einer Bahn. Man schneidet am besten ca. 1 m von der Rolle ab und faltet die Bahnseiten in der Mitte zusammen mit dem Muster nach außen. Seitenungleichheiten sind so, selbst wenn sie verhältnismäßig gering sind, in den meisten Fällen noch zu erkennen.

f) Fehlerkontrolle Während des Zuschneidens der Bahnen ist auf Fehlerfreiheit der Wandbekleidung bzw. des Druckbildes zu achten. Beim Arbeiten mit dem Kleistergerät gilt Entsprechendes für die jeweils tapezierten Bahnen. Reststücke der Wandbekleidung und Beilegezettel sind bis zur Abnahme der Tapezierarbeiten aufzubewahren.

Hat die Kontrolle der Lieferung Mängel ergeben, die beim Verkleben nicht zu beheben sind, muss unverzüglich vor dem Tapezieren beim Lieferanten reklamiert werden. Mit der schriftlichen Begründung der Mängelrügen ist

die fehlerhafte Ware mit den Beilegezetteln, welche die Kontrollstempel (Kontrollnummern) tragen, zurückzugeben.

Sind Mängel erst nach dem Tapezieren oder Auftrocknen der Wandbekleidung zu erkennen, sind zur Begründung der Mängelrüge sämtliche Reste einschließlich der Endstücke, die den Kontrollstempel tragen, zurückzugeben. Der Verarbeiter sollte daher die Beilegezettel und Rollenreste erst aus der Hand geben, wenn er festgestellt hat, dass die getrocknete Wandbekleidung keine Mängel aufweist und der Auftraggeber die Tapezierarbeiten abgenommen hat.

Der Tapetenlieferant bzw. Tapetenhersteller kann Mängelrügen in der Wandbekleidung nur sachgerecht bearbeiten, wenn ihm ausreichende Rückmuster einschließlich der Beilegezettel zur Verfügung gestellt werden. Entsprechend dem BFS-Merkblatt Nr. 7 „Prüfrichtlinien für Wandbekleidungen vor der Verarbeitung“.

Was genau bedeuten die Tapetensymbole Gerader Ansatz, Ansatzfrei oder versetzter Ansatz ?

Hierzu habe ich einen extra Artikel geschrieben den ihr hier lesen könnt…

Tapeziertechnik:

Mit dem Kleistergerät wird der Kleister gleichmäßig, schnell, sauber und exakt in der eingestellten Stärke aufgetragen.Zum Transport und zum gleichmäßigen Durchweichen die eingekleisterten Bahnen so zusammenlegen, dass das oben anzusetzende Stück etwa 2/3 und das untere 1/3 umgeschlagen wird.

Knicke in den zusammengelegten Bahnlaschen sind zu vermeiden. Bei leichten Papierqualitäten sollte man die Unterkante ca. 3 cm breit umlegen, damit das geweichte Papier beim späteren Abziehen des unteren Umschlags nicht einreißt. Genau Bahnkante auf Bahnkante zusammenlegen, eventuell Luftblasen herausstreichen und die zusammengelegte Bahn aufrollen. Dadurch wird ein Hochstellen und vorzeitiges Austrocknen der Bahnkanten vermieden.

Die Weichzeit liegt bei normalen Papiertapeten zwischen 5 und 10 Minuten. Sie differiert je nach der Stärke und Qualität des Tapetenpapiers, sollte aber bei allen Bahnen gleich lang sein. Durch das Weichen wird die Tapete geschmeidiger, und das Papier dehnt sich – vor allem in der Breite – aus. Durch die später einsetzende Trocknungsspannung an der Wand erhält die Tapete erst ihren strammen, blasenfreien Sitz. Unterschiedliche Weichzeiten können Musterverschiebungen verursachen. Nach zu langem Weichen können die Bahnkanten zusammenkleben und beim Aufziehen einreißen.

Da nur selten alle Wände eines Raumes genau senkrecht laufen, muss Alle Tapeten auf Stoß kleben man grundsätzlich die erste Bahn an jeder Wand ausloten Am besten am Fenster beginnen. Wasserwaage und Bleistift eine senkrechte Linie ziehen. Auch das richtige Halten der geweichten Bahn ist wichtig. Die Bahn wird über den linken abgewinkelten Arm gelegt, sodass man die Oberkante bei leichtem Nachgeben des linken Armes gut abziehen kann.
Zum Ansetzen der Tapetenbahnen lässt man den oberen, längeren Einschlag auseinandergleiten. Dann pendelt man die Bahn entlang der markierten Senkrechten ein.

Niemals sollte man eine ganze Bahn in voller Breite über Außenecken hinweg oder durch Innenecken hindurch kleben, da sonst beim Trocknen Falten entstehen. Die Bahn wird so aufgeschnitten, dass sie ca. 1 cm
um die Ecke reicht. Der Rest der Bahn wird genau in der Ecke neu ausgelotet und angesetzt. Dabei auf den Rapport achten! So entsteht ein sauberer Anfang auf der neuen Wand. Zur Nachbehandlung der Nähte darf nur ein konischer Nahtroller eingesetzt werden! Achtung: Prägetapeten dürfen keinesfalls mit einem Nahtroller bearbeitet werden.

Beschneiden der Überstände oben und unten

Die Überstände bei Papiertapeten werden mit dem Scherenrücken in die Deckenecke bzw. in den Winkel über die Fußleiste hineingedrückt.  Dann werden die Bahnenden vorgezogen und an der markierten Drucklinie,
die sich rückseitig abgezeichnet hat, mit der Schere beschnitten. Bei Vliestapeten kann man die Überstände auch in den Ecken mit einem

Cuttermesser am Tapezierspachtel entlang abschneiden. Auch interessant ist die Tapezierlehre bzw. Schiene.

Vor dem Beginn der Arbeiten muss in dem zu tapezierenden Raum der Strom abgeschaltet werden (Sicherung rausnehmen). Sämtliche Schutzdeckel von den Steckdosen und Schaltern entfernen und die nassen Bahnen über die offenen Dosen hinweg tapezieren. Bei Schaltern wird das Papier vorsichtigkreuzförmig eingeschnitten und die Schaltmechanik von Kleister gereinigt. Wenn die Tapete angetrocknet ist, werden die Dosen mit dem Cuttermesser sauber ausgeschnitten.Dann alle Schutzdeckel wieder befestigen.Deckel vonVerteilerdosen werden übertapeziert.

Türöffnungen
Türen werden von einer Seite antapeziert. Die Tapete wird scharf am Rahmen abgeschnitten.  Über der Tür wird ein Stück von einer Restrolle rapportgerecht eingepasst. Danach wird die nächste volle Bahn über der
Tür mustergerecht eingesetzt und im Bereich der Türöffnung zunächst mit etwas Zugabe ausgeschnitten. Die genaue Anpassung am Türrahmen erfolgt wieder mit dem Cuttermesser.
Auch bei Fensternischen beginnt man an der Seite mit einer Bahn, setzt diese aber nicht an die Kante der Fensteröffnung, sondern lässt sie so weit überstehen, dass die Tiefe der Nische – plus Zugabe – abgedeckt
wird.

Nach dem Einschneiden oben und unten kann der Überstand in die Laibung eingeklappt und genau am Fensterrahmen beschnitten werden.

Das Stück über dem Fenster wird mit etwas Überstand abgeschnitten. Ein neu zugeschnittenes Bahnstück, das auch für das Einklappen von oben her in die Laibung ausreicht, wird über dem Fenster im Rapport
eingepasst. Die Aussparung für den Rollladengurt wird sauber ausgeschnitten, sodass die Schnittkanten durch die Blende abgedeckt werden.
Achtung: Bei Anschlüssen an Türen, Fenstern, Fußleisten, Fliesen usw. darf die Tapete nur anstoßen.
Nach VOB DIN 18366 können überlappende Anschlüsse Falten bilden oder aufreißen, weil die unterschiedlichen Baustoffe gegeneinander
arbeiten. Hinter Öfen und Heizkörpern darf nicht tapeziert werden. Je nach den Gegebenheiten sollte man die Tapete so zuschneiden,
dass ein sauberer Abschluss entsteht. Tapetenbahnen dürfen in der Länge nicht gestoßen werden.
Der Übergang von einer Dachschräge zur senkrechten Wand kann, wenn die Hohlkehle gleichmäßig verläuft, mit einer vollen Bahn beginnend bis in die Ecke geklebt werden. In der Ecke wird die Bahn
geschnitten und der untere Teil neu angesetzt. Die obere Bahn muss dabei die untere überlappen.

Bei Rundbögen werden zuerst Wandbahnen neben und über dem Bogen mit 2–3 cm Überstand tapeziert. Diese Überstände werden mehrmals eingeschnitten, umgeklappt und in den Rundbogen
eingeklebt. Zuletzt wird die genau zugeschnittene Laibungsbahn eingesetzt! Saubere Anschlüsse, besonders bei Mustertapeten, erzielt man durch den Einsatz von Eckprofilleisten, die man jeder
Rundung anpassen kann. Bei Rohrdurchführungen wird die Tapete bis zu der Stelle der Durchführung mit der Schere eingeschnitten und im Bereich des Rohres durch sternförmiges
Einschneiden angepasst. Nachdem man die Tapete um die Rohrdurchführung herum an die Wand angedrückt hat, kann der Bereich um das Rohr sehr genau mit dem Cuttermesser nachgeschnitten
werden.

Decke Tapezieren:

Streiflicht an Deckenflächen kann Nahtbereiche betonen. Daher ist es empfehlenswert, dass die Deckenbahnen mit dem Hauptlichteinfall der Fensterfläche geklebt werden. Im Deckenbereich gelten die gleichen Anforderungen an eine Tapezier- und Klebearbeit wie bei allen anderen Flächen. Selten läuft die Deckenfläche eines Raumes parallel. Deshalb darf die erste Bahn bei ansatzfreien Tapeten nicht
in der Deckenecke angesetzt werden. Zum Beispiel bei einer Bahnbreite von 0,53 m sollte ca. 50 cm aus der Ecke heraus von beiden Seiten ein Punkt markiert werden.
Nach diesen beiden Punkten wird dann mit der Schlagschnur eine gerade Linie abgeschnürt und entlang dieser Geraden die erste Bahn angesetzt.
Deckentapezierungen sind infolge von Wärmestau, Wasserdampf und Temperaturschwankungen höheren Belastungen ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, die
geeigneten Klebemittel und Ansatzverhältnisse zu beachten. Neu, speziell für die Decke entwickelte Strukturvliestapeten können noch rationeller verarbeitet werden, weil bei diesen
Tapeten ein Anstrich nicht notwendig ist.

Papiertapeten:

Bei Papiertapeten gibt es eine große Vielfalt an unterschiedlichsten Farben, Designs und Qualitäten. Man unterscheidet verschiedene Stärken, leichte, mittlere und schwere Papierqualitäten, die im Flächengewicht
von 90 g/m2 bis ca. 180 g/m2 variieren. Außerdem wird die Vielfalt durch Spezialpapiere bereichert.

Vliestapeten:

Wandbekleidungen mit Vliesträger liegen im Trend. Besonders wegen ihrer positiven Eigenschaften, wie z.B. Dimensionsstabilität (bedeutetkeine Weichzeiten, daher keine Trockenspannung sowie einfachste
Verklebung auch in der Wandklebetechnik oder mit dem Kleistergerät), sehr schnittstabil und bei Renovierung

Prägetapeten:

Bei diesen Duplex Prägen werden zwei Papierbahnen aufeinander kaschiert und im frischen Zustand mit Walzen geprägt.
Durch dieses Verfahren wird die Prägung stabil und bleibt nach dem Tapezieren gut erhalten. Mit dem Kleistergerät erreicht man einen gleichmäßigen Klebstoffauftrag.
Bahnlaschen dürfen bei Prägetapeten keinesfalls geknickt werden! Man sollte unbedingt auf möglichst gleich lange Weichzeiten von 8 –12 Minuten pro Bahn achten.
Zu kurze Weichzeiten führen oft zur Blasenbildung. Bei zu langen Weichzeiten verliert die Prägung an Struktur.
Aus dem gleichen Grund darf zum Andrücken weder eine Gummirolle noch ein Nahtroller verwendet werden. Geeignet ist ein weicher Tapezierwischer.

Vinytapeten:

Diese Tapeten bestehen aus einem Papier- oder Vliesträger mit Vinylbeschichtung.
Vinylwandbekleidungen werden vorzugsweise in Bereichen eingesetzt, wo eine außerordentliche Strapazierfähigkeit der Oberfläche erforderlich ist, z.B. in Feuchträumen und im Hotelbereich. Auch die
Schwerentflammbarkeit B1 nach DIN 4102 spielt eine wichtige Rolle. Bitte beachten: Nach dem Einkleistern die Bahn zusammenlegen und
nochmals aufrollen, damit sich während der Weichzeit von 5–10 Minuten die Bahnenkanten nicht hochstellen und austrocknen. Bei Verklebung von
Vinyltapeten auf schwach saugfähigen Untergründen empfiehlt sich vorher die Verklebung einer Rollenmakulatur.

Strukturtapeten:

Strukturtapeten auf Vlies- oder Papierträger haben eine reliefartige Oberfläche, die durch das Wechselspiel von Licht und Schatten besonders reizvoll und lebendig wirkt. Die meisten Strukturtapeten sind hoch
waschbeständig und hoch lichtbeständig. Strukturtapeten auf Vliesträger sind restlos trocken abziehbar, Strukturtapeten auf Papierträger sind spaltbar, was die spätere Renovierung
erleichtert.

Textiltapeten:

Textiltapeten bestehen aus einem Verbund von textilen Fadensystemen auf glatten oder gekreppten Papierträgern, neuerdings auch auf Vliesträgern.
Die Oberfläche setzt sich zusammen aus unverwebten Garnen, Zwirnen, Schnüren oder aus Geweben, Gewirken, Filzen oder Ähnlichem,
die aus natürlichen oder synthetischen Fasern hergestellt sind. Die Anforderungen an textile Wandbekleidungen sind in den letzten Jahren
ständig gestiegen. Standen bisher das modische Aussehen und Bemühen um problemloses Verarbeiten im Vordergrund, treten heute die Anforderungen
an Obermaterial, Webtechnik, Farben und Trägermaterial als gleichberechtigte Qualitätsmerkmale auf. Als textiles Obermaterial eignen
sich hochwertige Fasern aus Jute, Leinen, Baumwolle, Seide, Kunstseide, Viskose oder Glasfaser.

Metalltapeten:

Eine Metalltapete ist meist Aluminiumfolie, die auf Papier- oder Vliesbahnen kaschiert ist. Diese wird bedruckt bzw. in Handarbeit mit lasierenden Farbaufträgen versehen. Weitere Varianten können geätzt,
oxidiert, glatt, leicht geprägt oder geriffelt sein. Diese sehr anspruchsvollen Wandbekleidungen stellen an den Untergrund und die Verarbeitung besondere Anforderungen.
Achtung: Die Metalltapeten an Steckdosen und Schaltern unbedingt sorgfältig ausschneiden, um einen Kontakt mit stromführenden Teilen zu vermeiden.
Unfallgefahr! Die dekorative Wirkung der sich einzeln abzeichnenden Bahnen betont den besonderen Charakter der Handarbeit und erfordert eine symmetrische
Flächenaufteilung. Aufgrund der absolut dichten Oberfläche benötigt man für die Verklebung einen speziellen Dispersionsklebstoff mit geringem
Wassergehalt, der nicht zu dick auf den Untergrund aufgetragen wird.

Rauhfaser:

Rauhfaser ist die am meisten verkaufte Strukturwandbekleidung. Die Struktur wird dabei von gleichmäßig eingearbeiteten Holzfasern gebildet, deren Größe und Form auf die jeweilige
Rauhfasersorte abgestimmt ist. Die Holzfasern, eingebunden in eine Papiermasse, werden zwischen unterschiedlichen Papierlagen gebracht, auf der Maschine kommt es durch Druck von
Presswalzen zu einer festen Verbindung der Lagen, bevor die Restfeuchtigkeit in einer Trockenzone entzogen wird.
Mit ihrer ausgesuchten Zusammensetzung der zur Herstellung eingesetzten Rohstoffe sind Rauhfasertapeten als biologisch verträgliches
Bauprodukt anerkannt. Eine weitere Variante ist die dimensionsstabile Rauhfaser (Rauhvlies), welche direkt auf den Untergrund in der Wandklebetechnik oder ohne Weichzeit mit dem Tapeziergerät.

Glasgewebe:

Glasgewebe sind Wandbekleidungen aus rein mineralischen Rohstoffen. Das für die Gewebeherstellung erforderliche Glas wird aus Quarzsand, Kalk, Dolomit und Soda bei 1.400° C verschmolzen und durch feinste
Platindüsen zu Fasern gezogen. Auf speziellen Webstühlen lassen sich verschiedene Glasfasergarnsorten mit unterschiedlicher Struktur und Dichte herstellen. Sie erhalten anschließend eine Appretur, die das Gewebe verschiebefest macht, Einzelfasern bindet und die Gewebeoberfläche glättet sowie die Saugfähigkeit reduziert. Die so konfektionierten Glasgewebe lassen sich sowohl in der Wandklebetechnik
als auch mit dem Kleistergerät verarbeiten. Eine weitere Variante sind die Glasgewebetapeten mit aufkaschiertem Papier- oder Vliesrücken.

Den richtigen Kleister für die auserwählte Tapete findest du im MalerTV Shop!

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