Ammerbuch, 30.11.2011. Energie sparen durch Gebäudedämmung ist ein vorrangiges
Ziel der Bundesregierung. Doch theoretische Zielwerte haben mit der Realität am Bau 
häufig wenig gemeinsam. Darüber hinaus laufen wir in Deutschland Gefahr, zu schnell
zu viel zu dämmen und dabei die gesundheitlichen Folgen für die Bewohner außer
Acht zu lassen. In den USA steht die Gesundheit im Vordergrund: US-Bundesstaaten
wie Oregon haben die Außendämmung mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)
verboten, da sie im Verdacht steht Krankheiten auszulösen.
Eine Alternative kann die Innendämmung sein. Die dafür verwendeten Baustoffe
haben Einfluss auf die Raumluft und sollten daher schadstofffrei sein und Schimmel
sicher verhindern.
Theorie und Praxis am Bau
Mit Instrumenten wie der Energieeinsparverordnung (EnEV) will die Bundesregierung die
Wärmedämmung von Gebäuden vorantreiben, für Neubauten schreibt die EnEV bereits eine
luftdichte Gebäudehülle vor. In der Praxis zeigt das ehrgeizige Streben häufig
Nebenwirkungen. „Wir müssen Energie einsparen, das ist überhaupt gar keine Frage. Nur:
Wir arbeiten hier nach Laborwerten und nicht nach Werten, die sozusagen im lebenden
Beispiel untersucht worden sind“, erklärte Christoph Mäckler vom Institut für Stadtbaukunst,
Dortmund, im Deutschlandradio.
Bausachverständige beklagen, dass Häuser derartig
„eingepackt“ werden, dass sie keine Feuchtigkeit mehr nach außen transportieren können.
Feuchtigkeitsschäden und Schimmel sind häufig die Folge. Das heißt: Häuser, die Topwerte
in punkto Dämmung und Dichtigkeit erreichen, können in der Realität zur Gesundheitsgefahr
avancieren. Nur durch kräftiges Lüften oder Lüftungsanlagen ist ein angenehmes Raumklima
erreichbar, dadurch steigen jedoch wieder die Energiekosten.
Dämmen wir uns krank?
Immer luftdichtere Wohnräume begünstigen Schimmel. Die Weltgesundheitsorganisation
WHO zählt es zu ihren vorrangigen Zielen, die Belastung der Innenraumluft mit
Schimmelsporen in Deutschland zu verringern. Denn Schimmel an den Wänden kann
Allergien, Atembeschwerden und Infektionen hervorrufen. Manche Schimmelpilzarten
produzieren das Mykotoxin (Pilzgift) Aflatoxin, welches als krebserregend gilt. „Die
hermetische Abdichtung des Wohnbereichs hat zu einer deutlichen Zunahme des
Schimmelpilzes geführt“, urteilte das Deutsche Ärzteblatt bereits 2002. Die Bewohner
müssten stärker lüften, ist häufig zu lesen. Doch so einfach ist die Lösung nicht: Bei
hochgedämmte Fassaden erreicht der Wärmestrom den Putz nicht mehr, die Außenwände
sind kalt und auf kaltem Putz schlägt sich – ähnlich wie auf einem kalten Auto – Feuchtigkeit
nieder und ein Nährboden für Algen entsteht, erklärt der Bausachverständige Gernot Henrich
in der ARD PlusMinus Sendung „Dämmwahn: Nicht immer macht Energie sparen Sinn“ vom
23.11.2011. Deren Sporen können beim Lüften wiederum in die Innenräume gelangen.
Zahlreiche US-Bundesstaaten untersagten den Einsatz einfacher WDVS-Systeme bereits
2007, erlaubt sind dort nur noch Dämmungen mit Hinterlüftung.
Überklebte Fassaden zerstören historische Stadtbilder
Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis 2050 möglichst alle Gebäude energetisch
„dicht“ gemacht werden. Doch was vermeintlich gut ist fürs Klima kann verheerend für die
Optik sein. Denn wo keine Wärme entweichen darf, muss auch der Charme von
Stuckfassaden und Fachwerk vielerorts weichen.
Experten warnen vor unausgereiften
Maßnahmen und der Gleichmacherei vieler Stadtansichten. „Als gängiges Mittel zur
Sanierung werden allgemein dicke Dämmpakete empfohlen, bis zu 32 Zentimeter stark,
obwohl längst bekannt ist, dass jenseits der 15 Zentimeter nichts mehr gespart werden
kann“, beklagt Ira Mazzoni im Artikel „Haushoch überkleben“. Wärmeplatten aus Styropor
und aus nachwachsenden Rohstoffen sind zudem leicht entzündlich und der Feuerwehr
deshalb ein Dorn im Auge.
Alternative Innendämmung
Eine Alternative zu WDVS kann – gerade für historische und denkmalgeschützte Fassaden -
die Dämmung der Gebäudeinnenseiten sein. Häufig sprechen auch wirtschaftliche Gründe
für diesen Weg, oder bereits aufgetretene Feuchtigkeits- und Schimmelschäden müssen
gleichzeitig beseitigt werden. Letztere sind keineswegs ein Problem maroder Altbauten.
Bauphysikalische Mängel in hermetisch dichten Energiesparhäusern können dazu führen,
dass die vorhandene und von den Bewohnern produzierte Raumluftfeuchte stetig ansteigt.
Selbst bei höheren Raumtemperaturen entsteht Kondensat und ein optimales Klima für
Schimmelpilz. Der Baustoffhersteller epasit aus Süddeutschland hat dies bereits vor Jahren
erkannt und seine Wohnklimaplatten aus Reinkalziumsilikat optimal auf die
Feuchtevermeidung eingestellt.
Mit Hilfsmitteln wie dem patentierten Thermkeil funktioniert
das System selbst in schwierigsten Konstruktionen mit hohem Wärmebrückenanteil. Bei
gleichmäßig guter Wärmedämmung zählt es sogar in geringen Plattenstärken zu den
sichersten Baustoffen in der Schimmelpilzvermeidung.
Geprüfte Baustoffe für gesunde Raumluft
80 bis 90% unserer Lebenszeit verbringen wir Deutschen durchschnittlich in geschlossenen
Räumen. Vor diesem Hintergrund sollte gesunde Raumluft ganz oben auf der Agenda
stehen. Emissionsfreie Baustoffe für die Innendämmung sind daher so wichtig wie nie zuvor.
Epasit hat als bislang einziger Hersteller sein komplettes Wohnklimaplattensystem vom EcoInstitut in Köln nach den Anforderungen des Sentinel-Haus Instituts untersuchen lassen. Das
Ergebnis: Sämtliche Komponenten sind weitestgehend frei von Schadstoffen und auch für
Allergiker geeignet. Durch die Kombination von Wärmedämmung und
Feuchtigkeitsregulierung verhindert epatherm Schimmel. Es bindet überschüssige
Luftfeuchtigkeit in mikrofeinen Poren und gibt sie wieder unmerklich an die Raumluft ab, ein
gesundes Raumklima entsteht. Die Wohnklimaplatten sind ein umweltfreundliches
Naturprodukt aus mineralischen Rohstoffen, nicht brennbar und seit mehr als 20 Jahren
reklamationsfrei im Einsatz.