Freitag Mai 18


Jan
09/10
Tapeten Symbole welches zeichen bedeutet was ?

Auf dem Beilegezettel jeder Tapetenrolle findet sich die so genannte Anfertigungsnummer.  Eine zusammenhängende Wandfläche sollte immer nur mit Wandbekleidung derselben Nummer tapeziert werden, da sonst geringfügige Abweichungen im Farbton nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Zusätzlich befinden sich verschiedene Symbole auf dem Beipackzettel, diese Zeichen stehen zum Beispiel für einen versetzten Ansatz ect.

Anfertigungsnummer
Auf dem Beilegezettel jeder Tapetenrolle findet sich die so genannte Anfertigungsnummer. Eine zusammenhängende Wandfläche sollte immer nur mit Wandbekleidung derselben Nummer tapeziert werden, da sonst geringfügige Abweichungen im Farbton nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Ansatzfrei
„ansatzfrei“ gekennzeichnete Tapeten können fortlaufend auf die benötigte Bahnlänge zugeschnitten werden, ohne auf eine Bemusterung achten zu müssen. So lassen sich diese Rollen besonders effizient nutzen.

Blauer Engel
Der Blaue Engel für Tapeten und Raufasertapeten wird durch das Umweltbundesamt vergeben und basiert auf ökologischen und gesundheitlichen Aspekten, welche die Rohstoffherkunft, den Altpapieranteil und die eingesetzten Stoffe berücksichtigen. Die Kriterien reichen über gesetzliche Vorgaben hinaus und werden bei Antragstellung durch eine neutrale Stelle geprüft.

Dimensionsstabil
Der besondere Vorteil der Vliestapete: Der Einsatz von Textilfasern im Trägervlies verhindert Materialspannungen während des Trocknungsprozesses, weil das Ausdehnen der Tapete beim Einkleistern entfällt – sie bleibt dimensionsstabil.

Einweichen

Nach dem Einkleistern muss die vorgegebene Weichzeit beachtet werden (5-10 Min.), weil sich die durch die Feuchtigkeit des Kleisters ausdehnenden Papierträger sonst an der Wand nach dem Anbringen zu Falten, Blasen oder Nähten verformen können. Die Weichzeit liegt bei normalen Papiertapeten zwischen 5 und 10 Minuten. Sie differiert je nach der Stärke und Qualität des Tapetenpapiers, sollte aber bei allen Bahnen gleich lang sein. Durch das Weichen wird die Tapete geschmeidiger, und das Papier dehnt sich – vor allem in der Breite – aus. Durch die später einsetzende Trocknungsspannung an der Wand erhält die Tapete erst ihren strammen, blasenfreien Sitz. Unterschiedliche Weichzeiten können Musterverschiebungen verursachen. Nach zu langem Weichen können die Bahnkanten zusammenkleben und beim Aufziehen einreißen.

Eurorolle
Die Euronorm EN 233 legt die einheitliche Rollenfläche für fertige Wandbekleidungen fest. Das Nennmaß von 10,05 m x 53 cm (5,33 qm) darf dabei nicht um mehr als 1,5 % über- bzw. unterschritten werden.

Feinmakulatur
Makulatur gibt es auch in flüssiger Form, sie wird als Feinmakulatur im Handel angeboten und kann auf den Untergrund mit einer Bürste aufgetragen werden, um ihn für das Tapezieren vorzubereiten.

Gerader Ansatz

Gerader Ansatz bedeutet, dass jede Tapetenbahn in der Musterhöhe identisch ist. So lassen sich beim Zuschneiden der Bahnen die Musterfiguren übereinanderlegen.

Gestürztes Kleben
Bei manchen mit einem speziellen Symbol gekennzeichneten Uni- und Strukturtapeten ist gestürztes Kleben notwendig, um Farbunter- schiede zwischen den Bahnenkanten auszugleichen. Dabei werden die Bahnen beim Zuschnitt abwechselnd in entgegengesetzter Richtung abgerollt und jede zweite Bahn in umgekehrter Richtung geklebt.

Konischer Nahtroller
Aufgrund seiner Form besonders gut zum Nachbehandeln der Tapetennähte geeignet, da nicht die Gefahr besteht, das Klebemittel durch den Rollvorgang hinter der Tapete nach rechts oder links wegzudrücken.

Nahtroller
Oft empfiehlt sich eine Nachbehandlung der aneinandergeklebten Stoßkanten mit einem Nahtroller, am besten konisch und ohne geriffelte Oberfläche. Ausnahme: Prägetapeten und andere empfindliche Oberflächen (z.B. Metalltapete).

Offenzeit
Gibt die Dauer an, während der Wand- und Bodenbelagsklebstoffe nach dem Auftragen für das zu klebende Material aufnahmefähig sind. Die Offenzeit wird außer durch den Kleber selbst u.a. bestimmt durch Lufttemperatur und -feuchtigkeit sowie das Saugverhalten des Untergrunds. Am besten mittels Fingerprobe prüfen.

Prägetapeten
In mit einem Fond versehenes Papier wird eine starke Reliefstruktur standfest geprägt, häufig noch farblich bedruckt und danach mit einem Überzug versehen.

Rapport
Als Rapport wird ein wiederkehrendes Muster auf der Tapetenbahn bezeichnet, wobei man Höhen- und Seitenrapporte unterscheidet.

Rapportmarkierung
Diese Ansatzmarkierung auf der Bahnenrückseite stellt sicher, dass auch bei schwer erkennbarem Rapportmuster auf der Vorderseite ein schnelles und sicheres Zuschneiden bzw. Einkleistern der Tapete gewährleistet ist.

Streichmakulatur
Vor dem Tapezieren werden Unebenheiten auf der verputzten Oberfläche mit Makulatur beseitigt. Für das Anrühren der Streichmakulatur bitte auf die Herstellerangaben achten.

Textiltapeten
Textiltapeten sind auf Papierträger kaschierte Textilgewebe mit sich kreuzenden Fäden oder textilen Kettfäden, bei denen die Fäden nur in Längsrichtung mit dem Träger verklebt sind. Zusätzlich können Textiltapeten im Siebdruckverfahren bemustert und gefärbt werden.

Versetzter Ansatz
Bei Versatzmustern verschiebt sich das Muster bei jeder zweiten Bahn um die Hälfte des Musterrapports, jede zweite Bahn ist somit identisch. Beim Zuschneiden und Verarbeiten ist es wichtig, dass Tapeten mit Versatz nur in jeweils eine Richtung abgerollt werden. Durch den versatz verschiebt sich das Muster bei jeder zweiten Bahn entsprechend der Zentimeterangabe auf dem Beilegezettel.
Durch Anlegen der versetzten Bahn an der anstoßenden Seite kann der Rapport kontrolliert werden. Die 1., 3., 5. Bahn sind also identisch, die 2., 4., 6. Bahn ebenfalls usw.

Vliestapete
Der große Vorteil von Wandbekleidungen auf Vliesbasis ist ihre besonders leichte Verarbeitung, in erster Linie das Wegfallen der Weichzeit – die Vliestapete kann direkt angebracht werden, nachdem die Wand eingekleistert worden ist. Das Material ist dimensionsstabil und kann kleinere Risse überbrücken bzw. kaschieren. Wegen ihrer Wasser- und Dampfbeständigkeit können Vliestapeten auch sehr gut in Nassbereich und Küche eingesetzt werden. Außerdem lassen sie sich beim späteren Renovieren rückstandslos entfernen und trocken von der Wand abziehen.

Jan
03/10
Neue Vlies Tapeten Fantastik Fleece von Caparol

Reif für einen Tapetenwechsel ? Dann stelle ich mal kurz Fantastik Fleece von Caparol vor. Dieses Design Fleece gibt es in 12 Variationen, ist gefertigt aus einen speziell entwickelten, stabilen Glasvlies mit intensivem Saugverhalten und verschiedenen Mustern. Nach einmaliger Beschichtung mit einer Dekor Lasur in ihren Wunschfarbton ergeben sich ganz individuelle Oberflächen.
Durch das unterschiedliche Saugverhalten ergibt sich eine raffinierte Optik. Die Wand muss komplett glatt gespachtelt werden, das Fleece wird mit Gewebekleber geklebt.

Leider kann man es nur einmal mit einer Lasur beschichten. Um saubere Ecken zu bekommen haben wir Eckschutzschienen aus Kunstoff in Weiss an Fensterlaibungen gesetzt.
Zudem hat sich der Kunde hier noch einen Silber Perl Metallic Effekt gewünscht, die kleine Dose haben wir unter die Mint Grüne Dekor Lasur gemischt.
Die Wischtechnik haben wir hier mit einem handelsüblichen Flächenstreicher gemacht, bei einer Wischtechnik ist es jedoch ratsam eine ovale Wischtechnikbürste zu nehmen, diese nur an den Borstenspitzen leicht benetzen, aus 2 – 3 Meter Entfernung verschwimmen die Borstenstriche zu einer gleichmäßigen Lasur. Und ganz wichtig in kurzen Kreuzschlägen nass in nass arbeiten, zügig die gesamte Fläche durcharbeiten – keine pasuen machen!

Zusätzliche Eigenschaften:
* unquellbar und verrottungsfest
* dimensionsstabil
* kleine Oberflächenrisse werden überbrückt
* je nach Art der Beschichtung Naßabriebklasse 1 oder 2 nach DIN EN 13 300
* schwer entflammbar nach DIN 4102, B1 (allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis liegt vor)

Dez
27/09
Tariflohn und Zuschläge aktueller Tarifvertrag Maler und Lackierer

Vorlesen lassen… by malertv_de

Die aktuelle Lohntabelle bzw. Tarifvertrag für Maler und Lackierer als Arbeitnehmer:

Urlaubsanspruch:

Jugendliche und Auszubildene, die noch nicht 16 Jahre alt sind: 25 Arbeitstage
Jugendliche und Auszubildene, die noch nicht 17 Jahre alt sind: 23 Arbeitstage
Jugendliche und Auszubildene, die noch nicht 18 Jahre alt sind: 21 Arbeitstage
Angestellte und Auszubildene über 18 Jahre: 25 Arbeitstage
Angestellte und Auszubildene über 35 Jahre: 28 Arbeitstage
Angestellte und Auszubildene über 45 Jahre: 30 Arbeitstage

Samstage zählen nicht als Arbeitstage
1. Woche hat 5 Arbeitstage bzw. 6 Werktage

Erschwerniszuschlag

Ablaugen, Abbeizen oder Abbrennen alter Anstriche: 10%
Arbeiten mit ausergewöhnlicher Staubentwicklung oder verschmutzung: 10%
Auf und Abbau von Gerüsten die 1. Stunde je Tag überschreiten: 10%
Arbeiten in engen Räumen wie Kanäle, Schächten, Rohren, Kesseln: 10%
Arbeiten mit Sicherheitsgurt, Fangleine ect.: 10%
Stemmarbeiten, Bohrarbeiten, Wärmedämmung, Betonschutz die 1 Stunde am Tag überschreiten: 10%
Arbeiten auf Gerüsten und Hängegerüsten die über 20m hoch sind: 15%
Arbeiten bei denen Schutzmasken getragen werden müssen, die Gesundheitsschädigend sind z.B. Schimmelsanierung, Spritzarbeiten wenn eine Absaugeinrichtung nicht vorhanden ist oder nicht gestellt werden kann. : 20%


Mehrarbeit Überstunden mehr als 39 Std. pro Woche : 25%
Nachtarbeit zwischen 20:00 und 6 Uhr: 25%
Nachtarbeit und Mehrarbeit: 50 %
Arbeit an Sonntagen: 50%
Arbeiten an Sonntagen und Mehrarbeit: 75%
Arbeiten an Sonntagen, Mehrarbeit und NAchtarbeit : 100%
Arbeiten an gestzl. Fiertagen auch auf einen Sonntag : 125%
Arbeiten an gestzl. Fiertagen und Mehrarbeit: 150%
Arbeiten an gestzl. Fiertagen und Mehrarbeit und Nachtarbeit: 175%
Arbeit am Oster oder Pfingstmontag, am 1.Mai, am 1. und 2. Weihnachtstag, am 1.Januar: 200%
Wie oben genannt plus Mehrarbeit: 225%
Wie obene genannt plus Nachtarbeit: 250%

Auszubildene bis 18 Jahre dürfen Mehrarbeit, nicht aber Nachtarbeit, Arbeit an Sonntagen usw. machen.
Wenn mehrere Erschwernisszuschläge zusammen kommen, ist die zu zahlende Obergrenze 30%.
Für Arbeiten in strahlungsgefährdeten Bereichen gelten besondere Zuschläge von 45%

Lohntabelle

Gesellenlohn im 1. Jahr: 90 % – 11,94 Euro
Gesellenlohn im 2. Jahr: 95 % – 12,60 Euro
Ecklohn ab dem 3. Jahr 100% – 13,78 Euro
Vorarbeiter 115% – 15,26 Euro
Mindestlohn für ungelernte Arbeitnehmer : 7,85 Euro
Ecklohn (Ost) 100 % – 12,09 Euro
Im 1. Ausbildungsjahr: 427,50 Euro
Im 2. Ausbildungsjahr: 466,00 Euro
Im 3. Ausbildungsjahr: 603,00 Euro

Ein neuer Tarifvertrag für mehr Ausbildungsvergütungen der über 35.000 Lehrlinge des Maler- und Lackiererhandwerks soll zum 01.08.2011 in Kraft treten.

Darauf haben sich der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und die IG BAU kürzlich geeinigt. Die monatliche Vergütung sieht ab August wie folgt aus: 1. Lehrjahr: 450 EUR, 2. Lehrjahr 500 EUR und 3. Lehrjahr: 635 EUR.
»Mit der höheren Lehrlingsvergütung geben wir ein deutliches Signal für die weitere Stärkung der Attraktivität unseres gestaltenden Berufes.«, so Paul Laukötter, der Verhandlungsführer der Arbeitgeber-Seite.

Meistertipp News vom 6. Dezember 2011: Gute Wirtschaftslage, die Branche profitiert. Neue Tarifverhandlungen durchgeführt!

Die Verhandlungen der Tarifvertragsparteien bezüglich einer Lohnrunde 2011 im Maler- Lackiererhandwerk waren lang. Nach 12 Stunden Verhandlungszeit wurde in der Nacht vom 10. auf den 11.11. eine Einigung zum Lohn-Tarifabschluss gefunden. Die Tarifeinigung zum Tariflohn wurde am 25.11.12011 angenommen. Durch diesen Abschluss möchte man erreichen, auch die Mitarbeiter dieser Branche an der derzeit guten wirtschaftlichen Lage zu beteiligen.

Die Tarifeinigung wurde nach dem verbandsinternen Abstimmungsverfahren nach Regelungen der Satzung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz angenommen und auch die IG BAU gab ihre Zustimmung bekannt. Somit ist die Einigung fixiert und folgende Vereinbarungen wurden getroffen: Die zum 30. Juni 2011 geltenden Tariflöhne im Maler-Lackiererhandwerk werden mit Wirkung vom 1. Juli 2011 bis 31. Oktober 2011 wieder in Kraft gesetzt. Dies bedeutet eine vier-monatige Nullrunde für die Beschäftigten. Ab 1. November 2011 wird allerdings der Ecklohn in den Tarifgebieten angepasst. Für das Tarifgebiet West (ohne Berlin) bringt das eine Erhöhung um 3,0%. Zum 1. Dezember 2011 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,25%. Für das Tarifgebiet Ost (mit Berlin) erhöht sich der Ecklohn um die gleichen Cent-Beträge wie in den Tarifgebieten West. Das bedeutet im November 2011 auf 13,19 € und ab Dezember 2011 auf 13,51 €. Die Laufzeit des Lohntarifvertrages gilt bis zum 30. September 2013.

Im Detail bedeuten die neuen Sätze, dass der Vertrag nun 27 Monate gültig ist. Er beinhaltet ein Nullrunde von 4 Monaten und eine Verlängerung des bisherigen Endtermins um drei Monate. Auch die prozentuale Steigerung der Tariflöhne entspricht der üblichen Tarifformelberechnung bei einem 12monatigen Abschlusszeitraum für die Tarifgebiete West und somit einer jährlichen Steigerung von 2,03%. Für die Tarifgebiete Ost und Berlin wurden keine prozentuale Steigerung vereinbart. Hier wurden die Cent-Steigerungsbeträge der Tarifgebiete West übernommen, was 0,42 € (01.11.2011) und 0,32€ (01.12.2011) entspricht.

Mindestlöhne
Im Weiteren wurde vereinbart die bis zum 29.02.2012 geltenden Mindest- bzw. Einstiegslöhne (11,75 € bzw. 9,75 €) zunächst bis zum 30. Juni 2012 zu verlängern. Die Tarifvertragsparteien werden sich darüber hinaus um eine Anschlusslösung bemühen.

 

Dez
26/09
Grundieren mit Tiefgrund Acryl Wasserbasis & Lösemittelhaltiger Tiefengrund

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Tiefgrundierungen sorgen für eine richtige Haftung, regulieren die Saugfähigkeit und festigen den Untergrund.

Grundierungen basieren immer auf dem Bindemittel der nachfolgenden Beschichtung, gelöst oder vermischt in Wasser oder einem Lösemittel.
Generell werden grundierungen verdünnt, man kann es sozusagen als Straße bzw. Transportmittel in den Untergrund sehen.
Acryl Dispersionen weisen eine sehr feinteilige Dispersion auf, dieser Tiefgrund kann in feinere Kapillaren eindringen sodass der Untergrund tiefer gefestigt wird.
Tiefgrund dringt ca. 1 bis 3 mm in den Untergrund ein, je nachdem wie die Untergrundeigenschaft ist muss aus folgenden 4 Arten ausgewählt werden:

Es gibt 4 Arten:
Transparent – Wasserverdünnbar
Pigmentiert – Wasserverdünnbar
Transparent – Lösemittelverdünnbar
Pigmentiert – Lösemittelverdünnbar

  • Bei saugenden, sandenden und porösen Untergründen wird transparent grundiert.
    Transparente grundierungen wirken festigend und egalisieren die Saugfähigkeit.
  • Bei dichten, glatten, festen und gering saugenden Untergründen wird pigmentiert grundiert.
    Pigmentierte grundierungen wirken haftvermittelnd und egalisieren schwache oder nicht vorhandene Saugfähigkeit sowie Farbtonunterschiede.

Soll ich nun Lösemittelhaltig oder auf Wasserbasis grundieren ?

Ob man nun Lösemittelhaltig oder auf Wasserbasis grundiert hängt natürlich vom Untergrund ab.
Lösemittelhaltige Grundierungen benetzen und festigen den Untergrund besser, zudem dringt er tiefer in den Untergrund ein.
Man kann sagen das der Lösemittelhaltige Tiefgrund zum einsatz kommt wenn der Untergrund stark Wassersaugend, stark kreidend oder stark mehlend ist.

Aufgrund der Kapillarkräfte zieht das kleinteilige Bindemittel bei Wasserverdünnbaren Produkten mit dem enthaltenden Wasser als Transportmittel in den Untergrund ein.
Wird das Wasser aber bereits von der obersten Schicht aufgesaugt, kann das Bindemittel nicht in den Untergrund eindringen.
Nun liegt das Bindemittel an der Oberfläche und bildet einen glänzenden Film, den man sehr gut sehen kann wenn man die Wand von der Seite ansieht.

Tiefgrund darf nie glänzend stehen bleiben!
Falls die Wand glänzt bietet es nur eine sehr geringe Haftung für den nachfolgen Anstrich oder Tapezierung.
Bei lösemittelhaltigen Tiefgrund kann das nicht passieren, denn dieser dringt auch bei stark saugenden Untergründen ausreichend ein.

Tiefgrund mit Farbe mischen ?

Dispersionsfarbe unter zusatz mit Tiefgrund zu mischen, ist nicht geeignet.
Diese Methode bietet keinerlei Haftung auf nicht saugenden Untergründen, und dringt nicht in feine Kapillare ein.
Man kann dieses jedoch anwenden bei einen tragfähigen Altanstrich.
Im Innenbereich ist es sinnvoll große Decken bzw Wände vorher zu grundieren, dadurch erzielt man eine schöne gleichmäßige Oberfläche, dies vermeidet z.B. beim Farbauftrag mit der herkömmlichen Lammfellrolle Streifen und Ansätze.

Selbst der schnellste Maler kann noch so zügig die Beschichtung aufbringen, gegen das unterschiedliche Saugverhalten kann er nichts machen, das Ergebnis wird immer scheckig auftrocknen.
Auch durch einen 2. Anstrich wird die Fläche genau so scheckig werden, es muss hier erst eine gleichmäßig saugende Fläche durch Tiefengrund hergestellt werden.
Wandfarben haben eine geringe menge an Bindemitteln, der nicht grundierte Untergrund saugt das Bindemittel auf, dieses wird aber gebraucht für das einbinden und benetzen von Pigmenten und Füllstoffen. Diesen Effekt nennt man “Aufbrenneffekt”.

  • Anwendung: Tiefgrund Transparent
  • Wirkung :

- Festigend
- Saugfähigkeit egalisierend

  • Wasserverdünnbar :

- porös
- saugend
- leicht sandend

  • Lösemittelverdünnbar:

- porös
- saugend
- sandend
- kreidend
- mehlend
- salzbelastet
- Altanstriche festigend

  • Anwendung: Tiefgrund Pigmentiert
  • Wirkung:

- haftvermittelnd
- egalisierend

  • Wasserverdünnbar:

- Altanstriche
- nicht bzw. schwach saugend
- fest
- dicht
- glatt

  • Lösemittelverdünnbar:

- nicht bzw. schwach saugend
- fest
- dicht
- glatt

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