Sonntag Feb 5


Jan
20/12
Problem „Taupunktverlagerung“ oder: „Warum Innendämmung mit Calciumsilikat unbedenklich ist!
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Problem „Taupunktverlagerung“ oder: „Warum Innendämmung mit Calciumsilikat unbedenklich ist!“

Was versteht man unter Taupunktverlagerung und warum ist dies bei der Innendämmung kein Problem, während andere Dämmsysteme hier immer wieder Schwierigkeiten haben?
Als Taupunkt bezeichnet man jene Temperatur, bei der die Luft Wasserdampf in Form von Nebel oder Tauwasser ausscheidet, „es kondensiert“. Der Taupunkt hängt ab von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Bei einer bestimmten Temperatur und Luftfeuchtigkeit entsteht also Kondensfeuchte. Beispiel: Geht man im Winter mit einer Brille von draußen in einen warmen Raum (mit höherer Luftfeuchte; warme Luft hat mehr Feuchtigkeit als kalte Luft), so wird die Brille beschlagen (= Kondensfeuchte). Den gleichen Effekt gibt es in Bauwerken: ist die Außenwand relativ kühl, so schlägt sich die warme Raumluft an der kalten Wand in Form von (nicht sichtbarer) Kondensfeuchte nieder. Ein optimaler Nährboden für Schimmel. Taupunktverschiebung bei Innendämmung Sorge bereitet die Tatsache, dasssich der Taupunkt bei einer angebrachten Innendämmung in das Konstruktionsinnere der Wand verlagert. Es fließt weniger Wärme nach außen (das ist ja Sinn der Innendämmung!), die Wandoberfläche ist wärmer und der Taupunkt liegt erst im Konstruktionsinneren. Das ist gefährlich! Was passiert, wenn zwischen Wand und Dämmung plötzlich Kondensfeuchte anfällt? Eine Schimmelentwicklung ist dann sicher, wenn die Dämmung wie eine Dampfsperre wirkt, d.h. die angefallene Kondensfeuchte nicht
mehr entweichen kann. Putze werden hohl, morsch, Holz wird modrig, es bildet sich Schimmel.

Warum besteht diese Problematik bei Innendämmung mit Calciumsilikat-Platten nicht?

 

Calciumsilikat-Platten werden flächig auf die Wand geklebt mit Spezialkleber. Der Kleber als auch die Platten haben eine sehr hohe Kapillarität, d.h. eventuell anfallende Feuchtigkeit
wird an die Plattenoberfläche transportiert. Darüber hinaus haben Sie einen sehr geringen WDD (Wasserdampfdiffusionswiderstand). Wasserdampf kann also hervorragend diffundieren, es gibt keine Dampfsperre, Feuchtigkeit werden nicht eingesperrt sondern im Gegenteil schnell und unproblematisch an die Oberfläche transportiert. Von der Plattenoberfläche diffundiert dann eventuell auftretende Feuchtigkeit an die
Raumluft. Entscheidend sind also: Kapillarität, Diffusionsoffenheit (geringer WDD Wert) und das Vermögen der Platte, mit Feuchtigkeit haushalten zu können (Aufnahme/Abgabe). Der hohe
pH Wert gibt darüber hinaus dem Schimmel keinen Nährboden. Fazit: die Bedenken, die normalerweise gegen Innendämmungen sprechen, können bei der professionellen Verwendung von CASIPLUS Calciumsilikat-Platten getrost außen vor bleiben.

casiplus.de

Jan
20/12
Energiekosten senken durch Innendämmung
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Innendämmung senkt die Energiekosten!

Wie kann man von innen dämmen, ohne gefährliche Dampfsperren aufzubauen?
Es wird nicht aufhören – soviel ist sicher: wer heute noch auf Energiekostensenkungen wartet, wird langfristig bestraft werden. Wir verbrauchen ca. 75% unseres häuslichen Energieverbrauches allein für das Heizen – und hiervon, so schätzt man, gehen wiederum ca. 40% über die Außenwände verloren. Also muß gedämmt werden. Was aber soll man tun, wenn man von außen nicht dämmen kann, z.B. aufgrund denkmalgeschützter Fassaden
oder fehlenden Dachüberständen? Was tun, wenn einzelne Räume in Wohnblöcken oder nur einzelne Zimmer gedämmt werden sollen? Hier bietet sich eine kapillaraktive, diffusionsoffene und günstige Dämmung aus Calciumsilikat-Platten an. Diese Art zu innen zu dämmen hat sich bewährt – warum?

Nicht ganz zu unrecht standen Innendämmungen in der Vergangenheit oftmals in der Kritik:
falsche Materialien führten zu Schwitzwasserbildung zwischen Wand und Dämmung und zu Schimmelbildung. Insbesondere die Dampfsperren, die jahrelang verbaut wurden, erwiesen sich als extrem fehleranfällig. Seit vielen Jahren gibt es in Deutschland aber den Baustoff  „Calciumsilikat“ für die Innendämmung – ein Baustoff, den der Bundesverband Verbraucherschutz e.V. nach einem Vergleich von Dämmstoffen für die Innendämmung empfiehlt und der von vielen Fachfirmen seit Jahren in großen Mengen reklamationsfrei verbaut wird.

Calciumsilikat ist ein natürlicher Rohstoff – bestehend aus Kalk, Quarz, Wasser, Sand und Zellulosefasern. Die Zusammensetzung und die Herstellung machen die aus diesen Materialien gepressten Platten zu einem mweltverträglichen Baustoff, der außerdem unbrennbar ist. Bei der Herstellung der im Volksmund „Klimaplatten“ genannten Calciumsilikatplatten entsteht ein sehr hoher Porenanteil – mehr als 90% . Dies bewirkt eine gute Wärmedämmung und eine hohe Speicherfähigkeit von Feuchtigkeit. Die Platte nimmt also Feuchtigkeit auf – bis zu einem Dreifachen des Eigengewichtes! – und gibt diese bei geeigneten klimatischen Bedingungen kontrolliert wieder ab, ohne dass sich die physikalischen Eigenschaften (Form, Oberfläche, keine Verrottungserscheinungen etc.) in irgendeiner Form ändern. Insofern wirkt die Platte stark klimaregulierend. Selbst nachhaltig feuchtegeschädigte Räume oder gar hochwassergeschädigte Räume können dauerhaft saniert werden. Eventuell zwischen Wand und Platte entstehende Feuchtigkeit wird über den mineralischen Plattenkleber an die Oberfläche transportiert. Wie meinten die österr. Umweltberatungsstellen schon vor Jahren: „Calciumsiliktaplatten stellen für die Einsatzbereiche Innendämmung und Feuchtesanierung eine (…) praxistaugliche Neuerung auf dem Dämmstoffsektor dar und sind baubiologisch als empfehlenswert einzustufen“ Fazit: die Bedenken, die normalerweise gegen Innendämmungen sprechen, können bei Calciumsilikat-Platten getrost außen vor bleiben. esundes Raumklima durch Innendämmung ist möglich, sofern das richtige Material verwendet wird. Mehr noch: Innendämmungen bringen auch handfeste Vorteile mit! Da die massive Aussenwand nicht erst aufgeheizt werden müssen, sind Räume weit schneller zu heizen. Selbst mit geringen Dämmdicken erreicht man hohe Einsparungseffekte: so kann man den Wärmeverlust einer 24 cm Ziegelwand durch eine nur 2,5 cm dicke Calciumsilikat-Platte aus dem Hause CASIPLUS um bis zu 50% reduzieren.

Die Montage einer Innendämmung aus Calciumsilikat ist dazu sehr einfach, sehr kostensparend und ohne große Vorplanung reklamationsfrei durchführbar. Ein schöner Nebeneffekt: die Platte ist unbrennbar, ökologisch völlig unbedenklich, durch den hohen pH Wert schimmelverhindernd und bringt durch die Feuchteregulierung ein regelrechtes Wohlfühlklima ins Haus – nicht zuletzt dadurch, dass diese Produkte frei von
PU sind. Alles in allem eine bewährte und kostengünstige Lösung, die sich binnen kürzester Zeit rentiert. Durch Dämmstärken bis 5 cm – auf Wunsch auch dicker – im Standardprogramm der CASIPLUS kann man auch energetische Horror-Altbauten hervorragend dämmen, ohne daß man sich typischerweise fühlt, als wäre man in eine Plastiktüte gesteckt worden – wie es bei dampfdichten Aussen- oder Innendämmungen ansonsten der Fall ist.

casiplus.de

Jan
20/12
Innendämmung & Schimmelbekämpfung mit Calciumsilikat Platten Klimaplatten
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Calciumsilikat-Platten zur Innendämmung und Schimmelbekämpfung

Es handelt sich um einen überwiegend mineralischen Baustoff, der aus Siliziumdioxid, Calciumoxid, Wasserglas und Zellulose besteht und mit Hilfe von Wasserdampf, ähnlich wie Porenbeton, gehärtet wird. Die Klimaplatte ist formstabil, druckfest, nicht brennbar, diffusionsoffen, alkalisch und baubiologisch unbedenklich. Ihre Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzunehmen, zu puffern und abzugeben und ihre wärmedämmende Wirkung macht sie für Spezialanwendungen im Hausbau interessant.

 

Dauerhaft und ursachengerecht Wohnraumschimmel sanieren.

Man geht nach einer Studie davon aus, dass jeder 5. Haushalt ein massives  Schimmelproblem hat – mit steigender Tendenz. Schimmel hat damit in der Bauschadenstatistik den unrühmlichen ersten Platz eingenommen. Mit Hilfe von CASIPLUS Calciumsilikat-Platten – im Volksmund „Klimaplatten“ genannt – lassen sich  Schimmelprobleme dauerhaft und ursachengerecht sanieren. Fast jeder kennt es: schwarze Flecken in den Wohnraumecken und Fensterleibungen, die dann mit „Schimmelsprays“ aus dem Baumarkt vertuscht werden – bis sie nach wenigen

Tagen wieder kommen. Schlimmer noch: nicht immer ist Schimmel augenscheinlich erkennbar. Oft sind es nur einzelne kleine Punkte, die aber schnell zu einer Art „Schimmelrasen“ wachsen können. Der Modergeruch steigt an – dieser wird aber nicht durch den Schimmel selbst hervorgerufen, sondern durch Mikroorganismen (Bakterien), die sich hier gerne vermehren und Geosmin (=Erdkellergeruch) oder „Oktene“ (=Pfifferlingsgeruch)
absondern. Und besonders tückisch sind Pilzarten, die sich gar nicht durch erkennbare Verfärbung zu erkennen geben – hier sind es oftmals erst die Bewohner die aufgrund ständiger Krankheiten einen Fachmann holen und nach der Ursache forschen lassen. Es ist aber nicht immer die Schuld der Bewohner, die vermeintlich nicht richtig lüften.
Zumeist sind es bauphysikalische Probleme, die erkannt und behoben werden müssen.

Gerade auch im Zusammenhang mit dem luftdichten Bauen können die Bewohner oftmals die Mindestluftwechselraten nicht mehr einhalten. Und die Folgen sind klar: Warme, feuchte
Raumluft „kondensiert“ an der relativ kühlen Wand, die dann beschlägt wie Brillengläser im Winter, die von kalter Außenluft her einen beheizten Raum betreten. Und die Folge dieser Kondensatbildung ist Schimmelbefall. Holz, Gipskarton, Tapeten, Silikone, Teppiche, Leder, sogar Zement und Beton sind Nährboden für Schimmel, Pilz und Bakterien. Deshalb trifft man insbesondere in der kalten Jahreszeit vermehrt auf die Problematik – die dann im Sommer scheinbar verschwindet.

Aber nur scheinbar: das Mycel mit all seinen gesundheitsgefährdenden Auswirkungen bleibt den Bewohnern erhalten. Wie aber soll man ursachengerecht sanieren? Fachbetriebe, zumeist TÜV – zertifizierte Schimmelsanierer, Bautenschützer, Trockenbauer oder spezialisierte Maler erforschen zuerst stets die Ursache. Wenn man undichte Rohre, mangelnde Außenabdichtungen,
Putzrisse etc ausschließen kann, wird er mit Hilfe moderner Messtechnik Wärmebrücken auch als solche erkennen. Die Wand wird dann von Tapeten und anderen Untergründen befreit, Putz vorsichtig entfernt und dann wird das Mycel mit einem sog. Biozid abgetötet. Seit mehr zwei Jahrzehnten hat sich die Calciumsilikat-Platte im Bereich der Schimmelsanierung und Innendämmung durchgesetzt, mittlerweile wird sie sogar vom
Bundesverband Verbraucherschutz e.V. empfohlen für den Einsatz als Innendämmung – nach einem Vergleich aller Dämmstoffe.
Woraus besteht die sog. Klimaplatte und warum heißt sie so? Calciumsilikat ist ein natürlicher Rohstoff – bestehend aus Kalk, Quarz, Wasser, Sand und Zellulosefasern. Die Zusammensetzung und die Herstellung machen die aus diesen Materialien gepressten Platten zu einem umweltverträglichen Baustoff, der außerdem unbrennbar ist. Bei der Herstellung von Calciumsilikatplatten entsteht ein Porenanteil von mehr als 90%. Dies bewirkt eine gute Wärmedämmung und eine hohe Speicherfähigkeit von Feuchtigkeit Die Platte nimmt also extreme Feuchtemengen auf und gibt diese bei geeigneten klimatischen Bedingungen kontrolliert wieder ab. Selbst nachhaltig feuchtegeschädigte Räume oder gar hochwassergeschädigte Räume können dauerhaft saniert werden. CS Platten sind konkurrenzlos als Innendämmung immer besonders dann, wenn von außen nicht gedämmt werden kann (Bsp: einzelne Wohnungsinhaber bei Mehrfamilienhäusern), darf (denkmalgeschützte Fassaden, Fachwerk) oder soll.

Die bauphysikalischen Bedenken, die normalerweise für Innendämmungen gelten, darf man bei der CASIPLUS CalciumsilikatPlatte getrost vergessen. Zwar ist der Dämmwert nicht so hoch wie der Dämmwert von Hartschaum, es wird aber auch keine Dampfsperre gelegt, die zu Bauschäden und Gesundheitsproblemen führen. CS Platten sind auch weit einfacher zu verarbeiten, es kommt nicht zur Schimmelexplosion zwischen Wand und Calciumsilikat-Platte. Kondensation in Wärmebrückenbereichen (Fensterleibungen; Wohnraumecken etc.) führen
oft zur Schimmelpilzbildung.

Vollflächig auf Wärmebrückenbereiche verklebt, reduziert die Calciumsilikat-Platte die Wärmebrückenbereiche (Oberflächentemperaturen steigen,

Kondensation bleibt somit aus). Außerdem bietet die CS Platte durch ihre hohe Alkalität (pHWert 10,3) erst gar keinen Nährboden für Schimmel.

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Nov
22/11
Hydraulisches Abbinden von Spachtelmassen ?
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Gefunden bei Thomsit:

Was bedeutet „hydraulisches Abbinden“?

Schnell oder langsam, elastisch oder starr, physikalisch oder chemisch – Aushärteprozesse von Klebstoffen oder Spachtelmassen laufen ausgerichtet an den an die Verbindung gestellten Ansprüchen ausgesprochen unterschiedlich ab. Im Magazin Fußbodentechnik erläutert Wilhelm Fütterer, Leiter des Spachtelmassenentwicklungslabors von Henkel für die Marken Thomsit und Ceresit, die Zusammenhänge: 

Epoxydbasierte Systeme reagieren beispielsweise chemisch durch die Verbindung der zunächst separierten Komponenten Harz und Härter. UV-härtende Systeme nutzen UV-Strahlung zum Anschub oder zur Beschleunigung des Reaktionsvorgangs. Polyurethanschäume wiederum greifen auf das in der Umgebung enthaltende Wasser als Reaktionspartner zu.

Anders als Dispersionen, die durch physikalisches Verdunsten von Wasser allmählich verfilmen, basieren alle diese Formen des Erhärtens und eine Vielzahl modifizierter und weiterer Varianten auf der chemischen Reaktion zweier in Verbindung gebrachter Komponenten. Auch das hydraulische Abbinden bildet hier keine Ausnahme.

Allgemein gehalten beschreibt es einen Vorgang, bei dem das Bindemittel Gips oder Zement derart mit Wasser reagiert, dass sich ein Zementstein, bzw. ein hartes Endprodukt herausbildet. Mit dem physikalischen Verdunsten ist dieser Prozess nicht vergleichbar, weil einige eingesetzte Zemente selbst unter Wasser erhärten. Aus diesem Grund ist man sogar in der Lage, auch unter Wasser zu betonieren.

In der Bauindustrie kommt das hydraulische Aushärteprinzip bei allen Verlegewerkstoffen wie Spachtelmassen, Fliesenklebern, Fugenmörteln oder Gipsestrichen zum Tragen, die auf den Grundsubstanzen Zement oder Gips aufgesetzt sind.

Die gewünschte Reaktionsgeschwindigkeit lässt sich in den Entwicklungslabors heute über weite Bereiche und je nach Anforderung einstellen. Als Faustregel gilt in diesem Zusammenhang: Gips und die zumeist eingesetzten hellgrauen Portland-Zemente reagieren ausgesprochen schnell und müssen häufig in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit künstlich gebremst werden. Der dunklere Ton-Erde-Zement reagiert dagegen von Natur aus deutlich langsamer.

Anderseits macht man sich gerade die rasanten Aushärteeigenschaften von Portland-Zement häufig zum Beispiel im Tunnelbau zunutze. Denn die hier eingesetzten Zementschlämme müssen kaum dass sie an die Wand geschleudert worden sind, umgehend erstarren und dürfen nicht die Wände herunter laufen. In solchen Situationen läuft der Aushärtevorgang wunschgemäß im Bereich von Sekunden, höchstens aber im einstelligen Minutenbereich ab. Diese enorme Geschwindigkeit wird durch nicht verzögerte Zemente und die Zugabe spezieller Additive erreicht.

Auch in der Fußbodentechnik wird der Aushärtevorgang gezielt beschleunigt, um die Belegreife von Estrichen oder die Begehbarkeit von Spachtelmassen beispielsweise – abhängig von der jeweiligen Rezeptur – nach etwa zwei bis drei Stunden garantieren zu können. Andere Vorgaben wären heute unzumutbar, weil Auftraggeber nach Sanierungen kleinerer Flächen ihre Wohnung entweder 24 Stunden lang nicht mehr verlassen oder betreten könnten – je nachdem wo sie sich während der Sanierung gerade aufhalten.

Doch nicht nur ihre Art, auch die Körnung der Zemente spielt in Bezug auf die Abbindegeschwindigkeit eine besondere Rolle. Grundsätzlich gilt nämlich: Je feiner gemahlen der eingesetzte Zement, umso schneller wird das gesamte System und umso früher belastbar die Fläche. Nun beeinflusst der Feinheitsgrad des Zements wiederum zugleich andere Eigenschaften der Mischung. Unter anderem das Schwindverhalten. Daher werden Spachtelmassen eine Reihe unterschiedlicher Additive beigemischt wie Schwindinhibitoren oder Erstarrungs- und Erhärtungsbeschleuniger.

So lässt sich schnell erklären, dass moderne Verlegwerkstoffe längst keine eindimensionalen Systeme mehr sind, sondern komplexe, exakt abgestimmte Technologien mit vielfältigen Wechselwirkungen. Allein Spachtelmassen bestehen heute aus rund 13 bis 18 Komponenten.

Wichtig für die Praxis auf der Baustelle ist, dass hydraulische Abbindungen gegenüber klimatischen Einflüssen recht markant reagieren können. Würde beispielsweise eine Spachtelmasse in zugluftbeeinflussten Bereichen appliziert, könnte dem System das Wasser unter Umständen zu schnell entzogen werden. Die Folge wären Einbußen in der Festigkeit. Dasselbe Resultat bewirkt zu starke Sonneneinstrahlung, weil auch hier dem System durch den Wärmeeinfluss von außen zu schnell die Feuchtigkeit entzogen würde. Daher sollte man zum Beispiel Ausgleicharbeiten nicht durchführen, wenn noch Türen und Fenster des jeweiligen Gebäudes komplett fehlen. Andererseits sind Fenster und Türen soweit zu öffnen, dass der Überschuss des Anmachwassers gut verdunsten kann und die Spachtelmasse so nicht im „eigenen Saft“ verbleibt.

Mikroskopisch betrachtet haben die Produkte unter Zugluft und zu starker Sonneneinstrahlung nicht die Zeit, um an der Oberfläche vollständig auszukristallisieren. Das hydraulische Abbinden geschieht nämlich über einen komplizierten Kristallisierungsprozess, bei dem die Kristalle durch die Reaktion mit Wasser auf der Oberfläche der Bindemittepartikel wachsen. Verkeilen und ordnen sich diese Kristalle in der richtigen Art und Weise untereinander, erhält das Produkt die gewünschte Festigkeit.

Hierbei spielt die Zeit eine maßgebliche Rolle. Das zeigt auch ein Extrem in die andere Richtung. Würde man einen Zementmörtel über mehrere Stunden unaufhörlich anrühren, ohne dass er Gelegenheit erhielte auszukristallisieren, würde er irgendwann gar nicht mehr abbinden können. Das Produkt würde abbindungsunfähig, weil der Rührprozess dazu führt, dass die frisch entstandenen Kristalle kontinuierlich abgeschert werden. Zwar wachsen zunächst ständig neue nach, irgendwann aber hat sich die Reaktion erschöpft. Dann haben sich die Reaktionspartner aufgebraucht, der Prozess kommt zum Stillstand und das System bleibt flüssig und bindet nicht mehr ab.

Dieses Szenario ist aber eigentlich praxisfern, denn in jedem modernen Produkt haben die Entwicklungstechniker heute ausreichende Sicherheitsreserven eingebaut. Selbst wenn eine Spachtelmasse statt einer Minute zehn Minuten angerührt werden würde, wäre dieser Effekt also noch lange nicht relevant.

Relevant für den Bodenprofi könnte das Prinzip allerdings werden, wenn er auch den 20. Sack einer Gipsspachtelmasse im gleichen Hobbock anrührt, ohne diesen auszuwaschen. Unter dieser Maßgabe würde das bereits anreagierte, im Hobbock verbliebene Pulver, zu einer deutlichen Beschleunigung führen. Entsprechend würde die Verarbeitungszeit zunehmend kürzer.

Was nur die wenigsten wissen: Unabhängig davon, ob Betone, Estriche oder Spachtelmassen auf der Baustellen angerührt werden, sie alle werden generell mit einem definierten Mehr an Wasser angesetzt als für die eigentliche chemische Reaktion nötig wäre. Würde man die Werkstoffe dagegen ausschließlich mit der Menge Wasser anrühren, die für den Ablauf der chemischen Reaktion tatsächlich nötig wäre, dann erhielte man äußerst steife Pasten, die sich kaum verarbeiten ließen.

Aus all diesen Angaben wird deutlich, dass Herstellerangaben sorgsam zu beachten sind. Letztlich ist jede Rezeptur hinsichtlich ihrer hydraulischen Eigenschaften wie die Reaktion mit Wasser, die Festigkeitsentwicklung und die Verarbeitungszeit entwicklungstechnisch optimal aufeinander abgestimmt. Daher ist auch tunlichst darauf zu verzichten, gips- und zementbasierte Systeme einfach miteinander zu vermischen. Solche Maximen herstellerseitig vorzugeben ist keine Willkür, sondern hat entscheidende chemisch-technische Gründe.

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